»Das Turm« will wieder hoch hinaus 0 Kommentar(e)
Gottfried Krasser und Jörg Domansky
Das Restaurant »Das Turm«, gelegen in den letzten Stockwerken des Immofinanz-Hochhauses am Wienerberg im Süden von Wien, hat bislang noch niemand nachhaltig erfolgeich betreiben können. Trotz der relativ kurzen Geschichte wird nach »Windows of Vienna«, »Brunners« und »Das Turm« Teil 1 nun schon der vierte Versuch gestartet. Geschäftsführer Gottfried Krasser äußerte sich im Gespräch mit falstaff.at über seine Vorgänger wenig respektvoll: »Der Standort wurde durch Menschen, die neben dem Markt gearbeitet haben, belastet.« Warum er dennoch den sperrigen Namen »Das Turm« beibehält, erklärt er damit, dass man dadurch nicht mehr erklären müsse, wo das Restaurant liegt.
Vor dem Engagement in Wien-Favoriten war Krasser Geschäftsführer der beiden Wiener Innenstadtlokale Cantinetta Antinori und Procacci. Von dort stammt auch der nunmehrige Turm-Chef, Jörg Domansky, der nun den Schwerpunkt auf österreichische Basisküche setzt. Es gibt gesottenes Rindfleisch von der Hochrippe, traditionelles Wiener Schnitzel und »kontinental-europäische Einflüsse« aus Norditalien und Böhmen.
Für mehr wirtschaftlichen Erfolg versucht Krasser die Menschen aus der nächsten Umgebung von seinem Restaurant zu begeistern. »Es kommen ganz viele Gäste aus dem Haus, aber auch vom nahen Businesspark.« Seine Procacci-Erfahrungen (1/3 des Umsatzes wurde an der Bar gemacht) will der neue Geschäftsführer in einer Belebung der Bar im Hochhaus einbringen. Der Schwerpunkt liegt mit 37 verschiedenen Sorten auf Rum und auf Gin. Dass Krasser und Domansky ihr Handwerk beherrschen, haben sie schon in der Innenstadt bewiesen, ob sie auch an der Peripherie reüssieren könnnen werden die nächsten Monate zeigen.
(von Bernhard Degen)
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